Die Samplerate gibt an, wie oft pro Sekunde das analoge Signal gemessen (digitalisiert) wird — üblich sind 44,1 kHz (CD-Standard) oder 48 kHz (Video-/Musikproduktions- Standard, in den meisten Interfaces auch die Werkseinstellung). Welcher der beiden Werte es ist, spielt für die Klangqualität kaum eine Rolle — entscheidend ist nur, dass alle Beteiligten denselben Wert verwenden.
Drei Stellen, die sich einig sein müssen
Bei einem USB-Audio-Interface läuft die Samplerate durch drei unabhängige Schichten, die sich gegenseitig nicht automatisch anpassen:
- Das Interface selbst — meist über eine eigene Hersteller-Software eingestellt (z. B. TASCAM Settings Panel, Focusrite Control, Universal Control), bei manchen Geräten auch über einen Taster/Schalter am Gerät.
- Das Betriebssystem — bei macOS unter „Audio-MIDI-Setup“ (Programme → Dienstprogramme), bei Windows unter Systemsteuerung → Sound → Gerät → Eigenschaften → Erweitert.
- Der Browser — übernimmt beim Aufnehmen automatisch die Samplerate, die das Betriebssystem für das gewählte Gerät gerade meldet. Das lässt sich in der Web-App nicht separat einstellen, weshalb die beiden Stellen oben stimmen müssen.
Woran man einen Mismatch erkennt
Stehen Interface und Betriebssystem auf unterschiedlichen Werten (z. B. Interface auf 96 kHz, macOS auf 48 kHz), äußert sich das nicht als falsche Tonhöhe, sondern meist als Knacken, kurze Aussetzer oder ein komplett stummer Kanal — oft schwer von einem echten Verbindungsproblem zu unterscheiden.
Empfehlung
Vor der ersten Aufnahme mit einem neuen Interface einmal beide Stellen auf 48 kHz stellen und dabei belassen — nicht zwischen Sessions wechseln. Der Standard-Mikrofon-Pfad im Recording-Screen (ohne gewähltes Interface) ist davon nicht betroffen, das regelt der Browser dort selbst.