Eine Kadenz ist eine typische Akkordfolge — ein wiederkehrendes Muster, das in unzähligen Songs auftaucht. Statt sie mit festen Akkordnamen zu notieren (C, F, G …), verwendet man Stufen: römische Ziffern, die angeben, wie weit ein Akkord von der Tonart entfernt ist.
Warum Stufen statt Akkordnamen?
I–IV–V bedeutet: Grundton, vierte Stufe, fünfte Stufe. In C-Dur ist das C–F–G. In G-Dur exakt dieselbe Kadenz, nur als G–C–D. Die Beziehung zwischen den Akkorden bleibt gleich — nur die Tonart ändert sich. Deshalb kannst du eine Kadenz einmal lernen und in jede Tonart übertragen.
Ein paar bekannte Kadenzen
- I–IV–V — das Fundament des Blues.
- I–V–vi–IV — die „Pop-Kadenz“, steckt in hunderten Songs.
- ii–V–I — die Jazz-Kadenz, das Standard-Muster für Jazz-Harmonik.
- i–VI–III–VII — eine typische Moll-Folge im Rock/Pop.
Kleine römische Ziffern (ii, vi) stehen für Moll-Akkorde, große (I, IV, V) für Dur — das ergibt sich automatisch aus der Tonleiter.