Eine diatonische Tonleiter (Dur oder Moll) hat sieben Töne. Die Pentatonik ist eine Teilmenge davon mit nur fünf Tönen — zwei Töne der diatonischen Leiter fallen weg. Genau diese zwei fehlenden Töne sind es, die Pentatonik so beginnerfreundlich und in Blues/Rock so allgegenwärtig machen.
Warum Pentatonik so beginnerfreundlich ist
Die beiden Töne, die in der Pentatonik fehlen, sind ausgerechnet die, die am ehesten mit einem Akkord „reiben“ — kleine Halbtonschritte zu wichtigen Akkordtönen, die gezielt aufgelöst werden müssten, um gut zu klingen. Ohne diese Töne klingt praktisch jede Note der Pentatonik über dem passenden Akkord gut, unabhängig davon, wo im Takt sie landet — deshalb lässt sich damit sofort frei improvisieren, ohne Harmonielehre zu kennen.
Wann sich diatonisch lohnt
Die vollen sieben Töne bringen mehr Farbe und Spannung, verlangen aber mehr Gefühl dafür, wann welcher Ton passt. Das 3NPS-System ist der naheliegende nächste Schritt, wenn die Pentatonik-Boxen sicher sitzen und mehr melodische Möglichkeiten gefragt sind.