Wissen / Musiktheorie & Griffbrett

Kapodaster: Wann und warum einsetzen?

Ein Kapodaster (kurz Kapo) klemmt über alle Saiten an einem Bund und wirkt wie ein versetzter Sattel: Alle gewohnten offenen Griffbilder bleiben exakt gleich, klingen aber insgesamt höher — pro Bund einen Halbton.

Was ein Kapo eigentlich macht

Ein Kapo im 2. Bund transponiert jeden gespielten Akkord zwei Halbtöne nach oben, ohne dass sich am Griffbild etwas ändert: Ein gewohntes offenes G-Dur klingt dann tatsächlich als A-Dur. Das ist derselbe Transpositions-Gedanke wie bei den Kadenz-Stufen — nur am Instrument mechanisch statt in Akkordnamen gedacht.

Typischer Einsatz: Gesangslage anpassen

Ein Song sitzt oft am bequemsten in einer bestimmten Akkordform (offene Griffe statt Barré), passt in dieser Tonart aber nicht zur Gesangslage. Der Kapo löst diesen Konflikt: Die bequeme Griffform bleibt erhalten, während die tatsächliche Tonhöhe an die Stimme angepasst wird — ebenso praktisch, um sich schnell an ein anderes Instrument oder eine Aufnahme in einer unpraktischen Tonart anzugleichen.